Filmenthusiasmus – Möglichkeiten von Heute – Downloads und Datenträger – Teil 3/4

Was TV Sender und Internleitungen begrenzen, betrifft technisch gesehen die Downloadtitel und BluRays nicht. Jedoch sind in der Audio- und Videoqualität bis heute BluRays immer noch die bessere Wahl. Doch was steckt dahinter und warum sind diese so unübertroffen sind? Was heißt außerdem dieses extra an Qualität für den Geldbeutel? Und warum bleibe ich immer noch bei einem optischen Datenträger wie der BluRay? Das erfahrt ihr in diesem Artikel!

5. Digitaler Download / VoD ohne Abo

Der Vertrieb von Filmen die Runtergeladen werden ist noch sehr klein (abgesehen von illegalen Downloads), da die meisten Menschen sich entweder fürs Streamingangebote oder gleich einem optischen Datenträger entscheiden. Es gibt einige Anbieter, jedoch bieten Sony Entertainment Network, Maxdome, iTunes oder Videoload fast alle bei HD Material eine gute 1080p Auflösung. Doch der Sound ist je nach Anbieter manchmal nur ein schlappes Stereo, sowie bei Videoload wird bspw. ein Dolby Digital Pro Logic 2 angeboten. Bei unkomprimierten Videodownload und  7.1 wird es dann auch wieder sehr schwierig, sowie hier in Deutschland nicht vorzufinden (Falls ihr doch das Gegenteil beweisen könnt ihr mir gerne die Anbieter in die Kommentare schreiben). Die Preise für den Kauf von solchen Videodateien ist meist genauso hoch wie die DVD oder BluRay-Version (je nach Qualität versteht sich).

Videoload enttäuscht deshalb mit ihrem Preis/Leistungsverhältnis, dass kann man besser, so bietet Sony in ihrem Sony Entertainment Network bei HD-Material meist Dolby Digital 5.1. Welcher Anbieter welche Qualitäten genau anbietet ist hier aber schwer zu sagen, da man beim Sound gerne oft verschweigt welches Format man anbietet und bei der Qualität wird meist nur mit einem schlichten „HD“ auf HD-Kontent hingewiesen. Auf Seiten die neben Kaufversionen auch manchmal sogenannte Mietversionen anbieten, tendiert man dann meist doch stärker zum Streaming als zum Download. Einzig allein iTunes bietet sich ein Kopf an Kopf rennen mit einer BluRay. Jedoch ist spätestens bei DTS-HD Schluss. Dolby Digital 5.1 oder Stereo ACC wird unterstützt, lediglich kleinere Dinge, die in der Regel nicht auffallen sind durch die Kompression zu verschulden.

Verrechnet wird in unterschiedlichen Modellen, so gibt es Pay Per View, wo man pro anschauen zahlt, Werbung zwischengeschaltet oder es wird durch Produktplatzierung das ganze finanziert wird. Es gibt aber auch sogenannte Mietmöglichkeiten, wo dann ein Timer läuft (meist 24h), der beim Ablauf die Datei „unschaubar“ macht. Nachteil dieser Methode ist jedoch der DRM-Schutz, weshalb es bei bestimmten Anbietern dazu führt, dass die Datei unschaubar wird, weil man bspw. den PC gewechselt hat oder neu bespielt, etc..

Enttäuschenderweise kommt somit kein VoD Anbieter an die Qualität und Vorzüge die eine BluRay anbietet ran. Jedoch zeigen die Raubkopierer durch BluRay-Rips, dass es technisch möglich ist und die Leute heutzutage auch die größeren Daten von BluRays auf der Festplatte akzeptieren. Warum die VoD-Dienste da nicht mitziehen bleibt mir ein letztendlich ein Rätsel.

Wer einen groben Überblick haben möchte welche Anbieter es gibt und wer was anbietet, der kann sich auf https://www.was-ist-vod.de informieren.

6. Digitale-Kopieversionen von Filmen

DigitalCopy

Solche Aufkleber mit Hinweis auf eine beigelegten DigitalCopy findet man heutzutage an einigen BluRays. Diese hier ist eine Downloadversion, teilweise existieren aber auch Discbasierte.

Wer also eine neue BluRay kauft hin und wieder eine zusätzlich zum Film noch eine sogenannte DigitalCopy auf DVD oder als Code, dem man im Internet einlösen kann. Diese DigitalCopy lässt sich gemütlich auf einem Rechner auf die Festplatte speichern und dann auf diesen oder einem tragbaren Abspielgerät abspielen. Zwischen Sinn und Unsinn einer solchen Beilage wird im Internet kontrovers diskutiert, vor allem da die meisten DigitalCopys nach einem Jahr ablaufen ohne Verlängerungsmöglichkeit.

Außerdem herrscht bei den DigitalCopys kein geeinigter Standard, so hat jedes Filmstudio ihr bevorzugtes Format, womit man manchmal einen Strich durch die Rechnung macht, wenn man sich die Filme auf einem mobilen Gerät ziehen will. Qualitativ sind die DigitalCopys in der Regel abgespeckte Versionen, meist nur in Standardauflösung und auch nur in Stereo. Ich halte dieses Format als unnötig und so denkt auch die Netzgemeinde darüber auch, jedoch wollte ich es hier auch einmal angesprochen haben, da ich oft gefragt werde was diese DigitalCopys eigentlich sind.

7. Optische Datenträger

Trotz Streaming, VoD und Streamingportalen, optische Datenträger sind bis heute eine beliebte Form um einen Film abzuspielen. Heutzutage passen auf eine BluRay bis zu 100GB drauf (unter Laborbedingung sollten es sogar 500GB sein). Die meisten Filme befinden sich jedoch auf einer 50GB großen BluRay Scheibe, was Tonformate wie DTS erlaubt. Durch die neuen Möglichkeiten wie BD-J (In Java geschriebene Menüs und Anwendung in Filmen) können Programmierer die BluRays mit technischen Spielereien wie das Second Screen Viewing versehen. Dieses sogenannte Second Screen Viewing ermöglicht durch eine Smartphone-App zusätzlichen Inhalt vom Film, bspw. kann man mitten im Film eine kurz Doku anschauen zu einer Szene, Alternative Hintergründe einer Greenscreen oder zusätzliche Perspektiven/das Set ansehen. Vorgänger davon war auf der DVD die Multi-Angle View (mehrere Perspektiven zur gleichen Zeit per Knopfdruck umschaltbar). Diese Funktion der DVD ist bis heute nur bei wenigen Kennern bekannt. Deshalb vermute ich, dass eventuell diese Second Screen Viewing Geschichte bei BluRays genauso sich wieder einpendeln und verschwinden wird. Wo sich Second Screen Viewing aber eventuell durchsetzen wird sind (Live-)Shows oder Dokumentation im Fernsehen.

Qualitativ sind BluRays bis heute Qualitativ unschlagbar und ich selber hole mir alle Guten Filme lieber auf BluRay, doch sie haben auch einen Nachteil. Einen Nachteil der vor allem Freie Softwareanwender, Unix sowie Linuxanwender auffällt: Den DRM Schutz der BluRay Disc auch bekannt als Advanced Access Content System (oder kurs AACS). Ich kann es verstehen dass die Industrie ihre Produkte vor Piraterie schützen möchte, jedoch kann ich es nicht verstehen wie man so einen verkorkstes DRM-System auf die Beine stellt. Es reicht nicht, dass Computer mit BluRay Player Software alle 1,5 Jahre einen neuen AACS-Schlüssel beziehen müssen, nein die hinterlegte Lizenz (AACS LA), die auf jedem Player „einmalig“ ist kann gesperrt werden, falls irgendwo auf der Welt jemand zufällig den gleichen Schlüssel erhackt oder nutzt. Dies wirkt sich dann beim Endnutzer mit einem schwarz bleibenden Bildschirm aus (zum Glück kommt solch ein Fall nur extrem selten vor). Möchte man auf einem System einen zweiten Bildschirm anschließen, so läuft das Videosignal nur auf einem der beiden Ausgabegeräte. Es gibt vieles negatives über diesen Kopierschutzmechanismus zu berichten, gesagt sei aber eins, Rip- und Brennsoftware für AACS geschütztes Material exestiert bereits im Netz und funktioniert einwandfrei. Das entfernen vom DRM-Schutz ist gesetzlich nicht erlaubt, jedoch tricksen alle im Internet so herum, womit man sich mittlerweile fragt was da so alles noch legal ist. Eins kann ich aber abschließend zu AACS sagen, es schafft mehr ärger als es soll. Im Internet gibt es aber leider keine Statistik darüber, wie viele Menschen „Raubkopien“ einer legal erstanden BluRay erstellt haben und dass weil sie der Kopierschutzmechanismus nervt.

Im letzten Artikel zeige ich was die Zukunft bringen könnte und ziehe von diesem komplexen Thema mein Fazit.

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