Filmenthusiasmus – Möglichkeiten von Heute – Vorwort/PayTV – Teil 1/4

Oft werde ich gefragt, warum ich als völlig begeisterter „HD-Mensch“ mir kein PayTV oder Filmdienst-Abo hole, sondern oft in die Videothek renne oder gar meine Filme kaufe und mich danach beschwere, dass das Zeug ja alles so teuer ist und ich eigentlich mehr sehen will. Nun ja es gibt gewisse Vorzüge von VoD (Video on Demand) und PayTV.
Für diese Artikelreihe habe ich unter anderem den VoD-Abo-Dienst Amazons Online Videothek Lovefilm getestet, VoD vom Sony Entertainment Network und kleine Tests ausprobiert. Unter anderem vergleiche ich diese mit dem aktuellen BluRay Standard und zeige was in Zukunft eventuell besser gemacht werden könnte.

Update 24.02.2014:

Durch die Umstellung von Amazons Prime-Mitgliedschaft wird Lovefilm’s VoD-Dienst zu Amazon Prime Instant Video umbenannt und Lovefilm behält lediglich nur noch ihren Verleihdienst (läuft aber auch übers Amazon’s Homepage). Die Preise werden sich aber laut Pressemitteilung nicht ändern. Deswegen sollen alle Erwähnungen in diesem Artikel zu Lovefilm unter dieser Berücksichtigung gelesen werden.

Update 27.03.2014:

Oder in meinem neuen Test zu Amazons VoD Dienst.

In diesem Artikel:
1. Vorwort
2. PayTV
Teil 2:
3. Video on Demand – Was ist das?
4. VoD Abo Anbieter Vergleich
Teil3:
5. Digitaler Download / VoD ohne Abo
6. Digitale-Kopieversionen von Filmen
7. Optische Datenträger
Teil 4:
8. Zukunftsvisionen und das könnte man besser machen
9. Fazit

1. Vorwort

Obwohl wir uns schon wirklich lange im HD-Zeitalter befinden, so sind HD Sender immer noch teurer Spaß. Hach für den Satz Lachen mich wahrscheinlich einige Leute aus und meinen komm schon, bspw. 10,-€ den Monat für HD Sender von KabelBW, ich bitte das ist doch gar nichts. Persönlich gesehen jedoch stimmt für mich oft beim PayTV das Preis-Leistungsverhältnis noch nicht so ganz und vor allem wird man in Deutschland in der Regel als Kabelkunde fast gezwungen HD-Pakete zunehmen, da ja die Herren von den Öffentlich Rechtlichen und KabelBW/KabelDeutschland/UnityMedia sich vor einiger Zeit zerstritten haben und sich dazu entschieden haben alle Dritten Programme nur in SD einzuspeisen, während Satellit diese seit geraumer Zeit in HD einspeist. Wer sich also einen HD-Fernsehr holt und Kabelkunde ist, wird dann mit mageren ~6 Sender (davon sind bei KabelBW sogar 2 noch Shopping Kanäle) in HD enttäuscht. Vor allem wenn man sich überlegt, wie lange der Streit schon andauert und wie weit der Stand der Technik bereits ist, dann fragt man sich oft wozu das ganze wenn doch nix in HD läuft.

Kabel sinkt, Satellit steigt und DSL-TV relativ neu dabei, aber im aufwärtstrend. Wenn Die Kabelanbieter nicht endlich anfangen die dritten Programme auch in HD auszustrahlen, so werden sich immer mehr Leute vom Kabelnetz verabschieden. Bild-Quelle: Statista.com

Trotzdem, was uns Kabel, Antenne und Satellit bietet ist für Detail- und Heimkinoanlagen- -liebhaber meist nur ein mittelmäßiges HD. Bspw. Das Erste HD und ZDF HD senden nur mit 720p, also mit dem „kleinem“ HD (Ich persönlich nenne es das kleine HD, da ich einige Leute kenne die das mit den Auflösung nicht so ganz kapieren). PayTV Sender wie bspw. ProSiebenHD schaffen es zwar auf eine Auflösungs von FullHD (1920×1080 Pixel), jedoch sind es leider nur 1080i, also nur Halbbilder (mehr dazu in meinen Artikel zu Videotechniken). 3D und Zukunftsfernsehen 4k sind beide ein kleiner Trend für sich, momentan sehe ich aber beide noch nicht als die nächste Große Sachen an. Auf der Suche im Netz findet man hin und wieder Foreneinträge über vermeintliche 1080p TV-Sender, jedoch habe ich persönlich noch nie einen angetroffen (und alle Einträge über bestimmte Anbieter erwiesen sich als amerikanische VoD-Dienste die 1080p ausstrahlten).

Im Internet werden sogar Glaubenskriege zwischen den Leuten geführt, ob ein p oder i Qualitativ was aussagt. Ob nicht 720p ausreichen, usw. Ich kann sagen, ja p oder i machen einen Unterschied aus! Bei einem Versuch mit einem 1080p Gerät konnte ich klar zwischen FullHD und HD, progressive und interlaced, Bildrate und bei einer Videodatei die unterschiedlich stark komprimiert war Unterschiede ausmachen. Jedoch glaube ich manchmal, dass jeder eine andere Sehstärke hat und vielleicht deswegen ja die Unterschiede bei den Aussagen entstehen. Ohne meine Brille sehe ich ab einer gewissen Entfernung nämlich auch keinen Unterschied.

Was man aber nicht abstreiten kann (obwohl es da doch ein paar Leute gibt die dagegen ankämpfen) ist die Soundqualität. Natürlich ist Dolby Digital 5.1 ein wunderbares Erlebnis. Doch wer einmal den satten Sound von einem DTS-Signal durch einen guten AV-Receiver mit guten Klangkörpern hört stellt Dolby Digital aufs Abstellgleis. Spätestens wenns mal so richtig kracht und zur Sache geht; hat nur DTS-HD den beindruckensten Wumms von beiden. Obwohl DTS im DVB-Standard aufgenommen wurde, findet man in der Regel nur Dolby Digital Kanäle vor. Dies liegt voraussichtlich an der stärkeren Komprimierung, jedoch ist es teilweise mittlerweile möglich solche großen Daten zu verschicken, jedoch nicht Flächendeckend. Bis heute sucht man nach einem Dolby Digital TrueHD (oder DTS-HD 7.1) Kanal vergeblich. Jedoch ein kleiner Trost; in der Regel beherrschen meist BluRays auf der Englischen (bzw. Originalen) Tonspur 7.1 Kanäle, da man sich meist in der deutschen Synchronisation (aufgrund der Verbreitung) nicht die Mühe macht 7.1 zu erstellen.

2. PayTV

Wer zum ersten Mal einen digitalen Senderdurchlauf tätigt und der Fernseher einem mit 700 (oder mehr) gefundenen Sendern begrüßt, denkt man sich: „Wow! Und das habe ich mir all die Jahre entgehen lassen?“ Aber wenn es an das sortieren geht, dann merkt man schnell, dass viele Kanäle doppelt und dreifach auftreten und verschlüsselte PayTV Sender dazwischen herumschwirren und nach dem Ausmisten zwar immerhin mehr hat als auf der analogen Schnittstelle, jedoch nicht wirklich dazugewonnen hat. Das FreeTV ist zwar nicht schlecht, jedoch fehlt uns etwas, etwas mehr. Die PayTV Sender nämlich besitzen Rechte an den Erstaustrahlung von Serien aus Amerika, „aktuellen“ Blockbustern auf die wir ansonsten lange warten müssten oder gute Dokumentation von bspw. Discovery Channel, die bei PayTV-Anbietern sogar einen eigenen Sender bekommen.

Vorrangweise assoziiert man mit PayTV meist Sky und mit Sky horrende Preise für etwas mehr Spaß. Schaut man sich die Pakete an und vergleicht dann den Preis pro Sender kommt man bei sky auf rund 0,50-0,60€/Sender. So schafft es die Konkurrenz wie bspw. KabelBW auf rund 0,25€/Sender, was deutlich nur die Hälfte davon kostet was Sky anbietet, obwohl einige Sender sich bei KabelBW überschneiden. Man kann sich streiten was nun hier die Inhaltsqualität anbelangt, jedoch formal gesehen ist Sky teurer. Einzig allein trumpft Sky mit ihren eigenen Exklusiv Kanälen auf und allem voran der Exklusivität an der Bundesliga. Doch diese Preis pro Sender sind leider nur lediglich Richtdaten, da es keinen Anschlussanbieter gibt der einzelne Sender dazu buchen lässt und die Pakete unterschiedlich ausfallen. Schade eigentlich, denn ich würde darauf wetten, dass durch gezielte Senderwahl mehr Leute zum PayTV mobilisiert werden würden.

Im großen und ganzen ist PayTV ganz nett und teuer. Meist ist man dann mit einer einzigen Smart Card im ganzem Haushalt aufgeschmissen und mehrere Karten gibt es nur gegen den gleichen Aufpreis (oder sehr selten mit kleinen Rabatt). Trotz Premiumsender wie sie angepriesen werden, so sind diese Sender was das Ausstrahlen betrifft qualitativ vom technischen nur befriedigend. Warum das so ist kann man sich aus dem Vorwort ableiten. Die Verschlüsselung ist verständlich aber eine zwischen 50 und 100 Euro teure Smartcard (oder Receiver), die man bei heutigen Fernsehgeräten mit integrierten Receivern braucht, ist dann für die meisten, die nur reinschnuppern wollen wie so ein Pay-TV-Angebot ist leider abschreckend und im Fall von extra Receiver für heutigen Stand der Technik, wo ein Fernseher alles kann was damals nur ein Receiver konnte auch überflüssig und bringt nur unnötig viele Fernbedienungen in den Haushalt.

Doch in naher Zukunft generiert sich aus der derzeitigen Generation eine neue Gefahr für das Fernsehen und das nicht nur für das PayTV: „Binge-Watching“ und unsere „Jetzt-Sofort“-Einstellung die wir durch das Internet haben. YouTube, MyVideo, etc und Video on Demand Dienste (oder kurz VoD) fangen an, immer größer zu werden.

Doch dazu mehr im nächsten Artikel.

Eine Antwort zu “Filmenthusiasmus – Möglichkeiten von Heute – Vorwort/PayTV – Teil 1/4”

  1. Ich bin ganz zufrieden mit Sky. Die Argumente für und wider den Pay TV Anbietern soweit lauch schlüssig. Da gebe ich dir recht. Allerdings bekommt man für deutlich weniger als 50 Euro z.b. bei Sky mit einem guten Angebot verschiedene Sky Pakete inklusive HD-Receiver und HD Sendern.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.