Modulare Smartphones (und das Thema Recycling)

2015 scheint für technikbegeisterte Menschen ein tolles Jahr zu werden (wenn die versprochenen Produkte kommen wie versprochen). Vor allem für die Bastler könnte es wegen der kommenden modularen Smartphones, wie sie von Google „Project Ara“ oder den finischen Unternehmen „Circular Devices“ ihr „Puzzle Phone“ bekannt sind, interressant werden.

Was genau ist ein modulares Smartphone?

Im Grunde genommen kenne wir es bereits aus Desktoprechner: Ist bspw. die Grafikkarte zu schwach tauschen wir sie einfach gegen eine neue aus oder haben wir zu wenig Speicher kaufen wir eine neue Festplatte (oder erweitern das System um eine). Im Prinzip müsste ein Desktoprechner nie neugekauft werden, da man immer zum passenden Zeitpunkt neue Einzelteile kaufen könnte. Jedoch wissen wir aus komplett Paketen dass das ganze nicht der Fall ist, da man meist mit einen zusammengestellten Rechner billiger weg kommt, als mit dem dauerhaften aufrüsten.

Dennoch gibt es einen Punkt wo man voraus ist: Man kann immer zum gegebenen Anlass ein für sich zugeschnittenes Produkt konfigurieren, was bei den Smartphones momentan noch nicht der Fall ist. Aktuell machen sich ja die Android-Fanatiker über die Apple-Fanboys lustig das „Case Customization“, keine Anpassung ist, sondern das was man auf dem Androidsystem alles anpassen kann Anpassung ist. Die Annahme ist zwar nicht grundsätzlich falsch, aber richtig ist diese Aussage nicht. Für mich fehlt immernoch die Anpassung einzelner Hardwarekomponenten.

Und hier kommen die modularen Smartphones ins Spiel. Man kauft nicht ein Smartphone vom Werk ab fertig, sondern man stellt sich aus den Einzelteilen eins zusammen. Vor allem bei Smartphones sehe ich das stark vom Vorteil, da ich bspw. aus eigenen Antrieb vom Xperia S auf das Z2 umgestiegen bin, da das S zu wenig Arbeitsspeicher bot und der Prozessor für die Apps die offen waren manchmal einfach eine Minute sich nichts tat. Alles was ich hätte ändern müssen wäre zunächst nur der Arbeitsspeicher gewesen und zu einen späteren Zeitpunkt evtl einen Prozessorupgrade.

Aber auch beim neuen Z2 bin ich nicht gänzlich zu frieden, schon beim S hätte ich gerne eine Kamera mit weniger Megapixel, dafür aber mit besserer Bildqualität bei Bildern mit schlechten Lichverhältnissen. Sonst bin ich ja mit meinen Z2 zufrieden.

Deswegen modulare Smartphones, man würde sich immer das Smartphone bauen, was man braucht. Ich könnte mir sogar gut vorstellen, dass man on-the-fly auch Teile zu bestimmten Anlässen umbaut. Bspw. wir gehen auf ein Festival => E-Ink Display und Großer Akku (und evtl. bessere Kamera) oder wir wollen ein Spiel spielen => Controlleradapter und Grafikchip rein.

Vor kurzem erreichte mich dann auch die Nachricht über einen „Puzzle Cluster“ von der Firma Circular Devices, die durch einen Gerät ausgemusterte Smartphones verbinden soll und zu einen Cluster verbindet. Hier vor allem spiegelt sich der Aspekt der Recyclings wieder, den was soll man den mit einen alten Smartphone heute noch machen? Unsere Technikwelt verändert sich mittlweile so rapide, dass man sich schon fast jedes Jahr ein neues Smartphone holen müsste um auf dem Stand der Technik zu bleiben. Wohin aber mit den alten Geräten? Verkaufen? Habe ich bei meinen am Starttermin erstatten Xperia S erstmal auch gedacht, aber dann war es mir zu Schade wegen dem Wertverfall zu verkaufen. Wegschmeißen? Aber es funktioniert noch? Aktuell heißt es bei den meisten weiterverschenken, es als kleinen Rechner weiternutzen oder sonstige Zweckentfremdungen zu nutzen.

Mit dem Puzzle Cluster würde man einen guten Kompromiss mit Wiederverwerten und Nutzen aufbauen, denn der Puzzle Cluster wächst in der Leistung mit jedem neuen alten Smartphone. Somit hätten wir schonmal nicht mehr das Geld in einen neuen Rechner stecken. Wer nochmehr über den Puzzle Cluster lesen möchte hier der Golem-Link zum Thema: https://www.golem.de/news/puzzle-cluster-computer-aus-ausgemusterten-smartphone-teilen-1501-111929.html

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