Studium Anfang – Meine Empfehlungen

Faule Studenten, haha, das ich nicht lache. Nein wirklich das Studentenleben ist alles andere als leicht und die meisten Anfänger werden erstmal erschrocken sein, wenn sie merken, dass ihre alten Strategien aus dem Gymnasium nicht mehr funktionieren. Viele Informationen muss man selber nachlesen. Ein Erinnerungs- und Hinweissystem existiert nicht und wie das ganze mit dem Vorlesungen funktioniert, einfach nur erschlagend beim ersten Mal. Wie es im Einzelnen bei den jeweiligen Hochschulen oder Unis abläuft kann man nicht sagen, aber in diesem Artikel kann ich wenigstens Informatikstudenten einen Groben Überblick geben, was sich bei mir in 4.Semestern bewährt hat und was nicht.

1. Cloudsysteme

Am Gymnasium, hatte man nicht immer die Möglichkeit mit dem Internet oder zumindest einem PC in Kontakt zu kommen. Im Studium hat man aber meist evtl. ein Notebook, Tablet oder zumindest ein Smartphone dabei. WLAN auf dem Campus gibt es mittlerweile auch bei jeder Uni und Hochschule, deswegen empfehle ich euch, speichert eure elektronischen Sachen in der Cloud ab. Schon oft konnte ich dadurch den Papierkram verzichten und musste mich nicht fürchten auf allen meinen Geräten die aktuellste Fassung zu haben. Ich selber nutze Dropbox, jedoch sollte man Google Drive nicht vernachlässigen zumal es eine Möglichkeit eines „Online Webbrowser Office“ mitliefert. Beides gibt es kostenlos mit 2GB Dropbox (kann aber schnell bis zu 20GB kostenlos gesteigert werden) oder Google Drive mit 15GB Start-Speicherplatz. Letzteres haben vielleicht einige schon durch ihren Androiden oder Google-Konto.

 

2. Elektronik in der Vorlesung

Java-Code am Notebook mitschreiben, Folien digital am Tablet ergänzen oder schnell was mit dem Smartphone googeln. In der Regel ist das Benutzen von Elektronik während der Vorlesung erlaubt, jedoch sollte man es nicht falsch anwenden: Wer sich schnell von Facebook, Google+ & Co. ablenken lässt der sollte die Finger von der Elektronik lassen und lieber Stift und Collegeblock verwenden! Vor allem in Fächern wo es mathematisch einhergeht, vergisst es eine Formel des Musters: ∀x: ∃ ⌊√y – 2·π⌋ darzustellen. Es geht, aber ihr braucht 10 Minuten für etwas, dass handschriftlich 3 Sekunden braucht.

 

3. Es gibt nicht nur Google

Nebst dicker Literatur und Vorlesungsskripten ist meist das beliebteste „Nachschlagwerk“ Google und Wikipedia. Jedoch wird es im Studium hin und wieder so knifflig, dass die Suche im Internet stark erschwert oder ergebnislos ausfällt. In der Regel, was man nicht auf den ersten drei Googleergebnisseiten findet, braucht nicht weiter suchen. Alles andere wäre Zeitverschwendung.

Doch wie trotzdem an Ergebnisse kommen? Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte, versucht es ruhig mit YouTube Videos. Meistens ist eine Schritt für Schritt Herangehensweise im Video logischer als das gleiche in Schwarz auf Weiß.

Mathematische Sachen kann man recht gut durch Hilfsprogramme wie Mathematica lösen oder meistens auch mit der Webseite: https://www.wolframalpha.com/

Wer immer noch nicht weiterkommt frägt dann doch lieber seine Kommilitonen oder stellt die Frage in einem Forum. Ich selber bin in diesem Forum unterwegs: https://www.uni-protokolle.de/foren/

 

4. Gruppen

Ihr habt bisher allein gelernt und dachtet ihr kommt damit bisher gut klar? Glaubt mir ich war auch eher der Allein-Lern-Typ, aber an bestimmten Punkten im Studium kommt man an einer Gruppe einfach nicht vorbei. Vor allem wenn es zur Prüfungszeit kommt, sind Gruppen die beste Art noch seine Defizite auszubessern, da ab einen gewissen Grad selbst die Ergebnisse in Wikipedia, Google und Co., sowie Fachbüchern kryptisch bleiben egal wie viel man nachschlägt und so manchmal hatte ein Mitlerner in diesen Gruppen eine Antwort oder Methode parat die so simple ist dass man sich fragt warum man nicht selber drauf kommt.

Aber Achtung, ich kenne viele Leute die einen guten Kumpel, einen coolen Typen oder jemanden Symphatischen in Ihre Gruppe aufgenommen haben und dann mangels Wissen dieser Person eher den Stoff nur wiederholten und nichts neues lernten. Es hört sich vielleicht wie in der Schule an, nur mit den Unterschied dass man hier solche Problematiken oft nicht mehr alleine hin bekommt. Im Studium muss man meist der verpönte Streber sein der nur mit Strebern oder länger Studierenden rumhockt. Aber aufgeben solltet ihr solche Personen nicht, manche Personen merken ihr Defizit nach einiger Zeit und wenn sie ihr Studium ernst nehmen, so werdet ihr merken, dass sie zum späteren Zeitpunkt wieder hilfreich werden. In der Regel bekommt ihr sowieso nach 2-3 Semester einen groben Überblick wer was kann wer nicht.

 

5. Das erste Semester

Das erste Semester ist so ziemlich das Seltsamste Semester. Alle glänzen und denken sie könnens, alle sind noch voller Lernelan, jedoch handhaben die meisten ein Studium weiterhin wie Schule. Ich sag euch nein! Im ersten Semester fallen viele durch weil sie meinen 1 Monat Prüfungsvorbereitung sei ausreichend. Diejenigen die Versuchen alle Aufgaben, Übungen und Stoff dauernd zu wiederholen sagen dagegen: „Wie will man dass alles schaffen?“ Meiner Ansicht nach gar nicht, wenn man zu Grunde gehen soll. So freiwillig das kommen in Vorlesungen und das Erledigen der Übungsaufgaben ist, sollte man sich Gedanken machen warum?

Ganz einfach alles werdet ihr nie schaffen und zu versuchen alles hinzubekommen wird euch fertig machen. Es ist ein Mittelmaß, wo man abwägt, ob man nicht doch eine Runde was mit Freunden macht, zockt oder ähnliches und es risikiert einmal die Aufgaben nicht zu machen. Viele schaffen genau dieses Mittelmaß nicht zu finden und gehen zum Psychologen, besuchen Kurse zum Selbstmanagement und so weiter. Ausnahmen bilden Leute, die evtl. Berufserfahrung haben oder eine Ausbildung in die gleiche Richtung getätigt haben. Diese haben meist schon einiges von dem Stoff der dran kommt drauf.

Hinzu kommt dass man sich im ersten Semester erstmal einleben muss. Vor allem die Regulierungen und wie es mit Credit Points aussieht sollte man sich genau anschauen. Vor allem sollte man achten, dass die Prüfungsanmeldungen meist mitten im Semester sind und man sich zwar abmelden kann, jedoch meist Unkosten anfallen wenn man das Anmelden verschlafen hat. Vor allem euren Terminplaner der Hochschule oder Universität solltet ihr im Auge behalten nach wichtigen Terminen. Denn im ersten Semester ist Kommunikation zwischen Studenten oder das Hinweisen darauf stark eingeschränkt.

 

7. Wichtiges für Informatiker

Manche angehende Informatiker kommen zwar mit Basiswissen rein, aber so wirklich programmiert haben die wenigsten. Die Dozenten geben nur selten einen Tipp, was man denn nutzen soll, was nicht usw. In der Regel ist die Wahl der Programme und des Betriebssystems offen. Es gibt da hin und wieder den einen Dozenten der etwas voraussetzt, aber hier mal meine persönliche Liste von Empfehlungen:

Betriebssystem:
In der Regel kann man auf jeden Betriebssystem alles machen, jedoch eignet es sich als Informatiker Linux oder Mac zu nutzen. Bei mir gibt es einige Fächer die es verlangen dass unter Linux die Programme laufen. Da Mac um die Ecken gedacht „Linux ähnlich“ ist, kann man auch getrost einen Mac nutzen. Wer noch nie mit Linux in Verbindung gekommen ist sollte sich Ubuntu 14.04 LTS oder falls man kein UEFI-System hat Linux Mint anschauen.

IDE (Integrierte Entwicklungs Umgebung):
Fachlich gesehen ist es nicht korrekt hier den Standard Editor von Windows aufzulisten, aber dieser sowie die der jeweiligen anderen Betriebssysteme (VI, Gedit, xCode) sollten für den Anfang unbedingt genutzt werden um erstmal ins Programmieren rein zu kommen.

Später kann man dann auf IDE’s umsatteln, da diese mit Autovervollständigung und den mitgelieferten Tools ungemein eine Erleichterung sind. In den einzelnen Programmiersprachen empfehle ich folgende Entwicklungsumgebungen:

  • Eclipse für Java, JSP und Android Entwicklung
  • Codeblocks für C und C++
  • Notepad++ (keine richtige IDE und auch nur unter Windows) für HTML, PHP, XML und viele weitere aus dem Webbereich

 

Abschließende Worte:

Puh ist doch größer geworden als gedacht und vielleicht habe ich das ein oder andere auch übersehen. Ich freue mich, dass ich den Ersties vielleicht ein paar Tipps geben konnte und für diejenigen die schon weiter sind, die können ja meinen Beitrag teilen und kommentieren ob ich was noch vergessen habe.

Eine Antwort zu “Studium Anfang – Meine Empfehlungen”

  1. Ich fange bald mein Studium an und das mir 28. etwas zu spät. Aber bin dennoch sehr aufgeregt. Der Beitrag gefällt mir sehr gut und bietet wertvolle Infos. Vielen Dank dafür.

    Lg Lisa

    Antworten

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