They Bleed Pixels – Indiegame Review

Ja ja immer diese Gewaltspiele, selbst wenn es nur Pixel sind, so ist doch „They Bleed Pixels“ ein blutlastiger Plattformer. Die Beschreibung unserer Pixelprotagonistin könnte ZDF.kultur in der Pixelmacher Folge vom 8.10.2012 nicht besser treffen als: „Wenn sich Super Meatboy und in einer Kneipe Emily kennen lernen, sich in ihr verlieben und ein Kind mit ihr zeugen würde, so würde es They Bleed Pixels heißen.“ Das in Retrografik gehaltene Indiegame von Spooky Squid Games ist bereits erhältlich auf Steam und kostet 9,99€. Doch nun zu meinem persönlichen Todes… äääh  ich meine Testurteil.

Die Lafcadio Academy für schwererziehbare junge Mädchen mit unserer Protagonistin.

Nach ein paar Kommentarlosen Cutscenes, die grob die Geschichte von einem Mädchen erzählt, dass auf eine Akademie für schwer erziehbare junge Mädchen kommt und ein Buch voll getropft mit Blut in die Hand nimmt und zu einem Monster sich verwandelt.Kurze Zeit später findet ihr euch in einer Welt voller Gegner, Speeren, Spitzen und Kreissägen. Auf der Tastatur war das Spiel nach dem ersten Level kaum spielbar. Zum Glück haben die Macher noch die Möglichkeit eingebaut einen XBOX360 Controller zu nutzen oder vielleicht besser gesagt, beim Ladebildschirm empfiehlt das Spiel sogar einen Controller zu nutzen. Das Spiel wurde dadurch zwar einfacher zu steuern, doch bereits im dritten Level steht man dann zwar nicht auf Tastenbelegungsschwierigkeiten sondern auf meist unmögliche Herausforderungen.

Gut das man uns empfiehlt ein Gamepad zu nutzen, dass macht das Spiel etwas einfacher zu steuern.

Selbst wenn es nur eine Angriffstaste gibt, die man zwar kombinieren kann mit der Richtung und Springentaste, so ist das Spiel alles andere als nur ein Buttonsmasher. Denn wer Buttonsmashing betreibt wird schneller als er glaubt durch den Gegner geblockt werden und außerdem gibt es noch Extrapunkte wenn man erst recht blutige Kombos hin bekommt. Aber nicht nur das; Checkpoints in diesem Spiel werden vom Spieler selber festgelegt und das passiert wenn man eine Anzeige oben im Bildschirm durch Kombos oder roten Punkten im Spiel auffüllen und danach kurz an einem Ort verharrt.

Immerschön blutiglastig das Spiel. In diesem Fall wurde ein Gegner in ein Sägeblatt gekickt.

Eine begrenzte Anzahl von Leben gibt es in diesem Spiel nicht und das ist auch gut so, denn es ist äußert Todeslastig und schwer. Immerhin hat man drei kleine Herzchen die die Häufigkeit der Tode etwas verringern. Sprich das Spiel ist nichts für schwache Nerven. Die Atmosphäre wird durch eine durchgehend schwarze Welt und gute Elektromusik aufrecht erhalten. Das Blut spritzt zwar übertrieben, dennoch ist diese Menge trivialer Weise eher passend als seltsam. Eingeleitet werden die einzelnen Level durch ein Zitat von H.P.Lovercraft (einer der anspruchsvollsten Autoren im Horro-Genre). Wer die Story nach einem harten Kampf durch hat, kann ja mal versuchen alle Seiten des Buches auf den schlimmsten und miesesten Orten und Winkeln der Level zu ergattern, kann aber auch in der Gallerie einzelne Bilder freispielen oder die Achievements im Spiel erreichen.

Bei jedem Kapitel ein „schönes“ Zitat von H.P.Lovercraft.

Wem das alles noch nicht reicht, kann sich an den Bonus Leveln versuchen, wo anscheinend noch ein paar folgen sollen. Die Bonus Level sollen anscheinend auf andere Indiegames aufmerksam machen, wobei „They Bleed Ponycorns“ nun echt ein bisschen unpassend für das Spiel gewählt wurde, aber das ist schließlich nur meine Meinung.

Fazit: Wer nach einem Spiel sucht, dass er nur mit Skill und Durchhaltevermögen durchspielen kann (wie bspw. Demons Souls) und auf richtig miese „zerfleisch“ Kombos in Retrografik steht, der sollte sich das Spiel mal anschauen. Für Zocker die nach 1 Stunde keine Lust haben immer noch im selben Level festzusitzen und frustriert den Controller (oder PC) in die Ecke werfen, jenen Rate ich von diesem Spiel ab.

Was manche Bücher mit jungen Mädchen anstellen können… They Bleed Pixels Ein Indiegame das sich lohnt mal angezockt zu haben.

Eine Antwort zu “They Bleed Pixels – Indiegame Review”

  1. Gut dann weis ich schonmal das ich’s besser lasse ^^

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